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Viele Probleme unserer Neuzeit sind anthropogenen Ursprungs. Es wurden in der Vergangenheit Techniken involviert, deren Schäden an der Umwelt sich heute manifestieren. Der römische Schriftsteller und Historiker Plinius, der im Jahre 79 n. Chr. nach einem Ausbruch des Vesuvs sein Leben verlor, schrieb in seiner “Historia Naturalis“, die bis zum 18. Jh. als Wissensquelle diente: „Die Macht und die Majestät der Natur in all ihren Aspekten kann von dem niemals wahrgenommen werden, der sie nur in ihren Teilen und nicht als Ganzes betrachtet.“

Die Sequenz aus dieser These läßt sich unter dem Begriff ‘Interdisziplinarität’ subsumieren. Vor allem gilt dies für die Energiewirtschaft mit ihren zahlreichen Interessenkonflikten. Es gibt wohl kaum andere Technikdisziplinen, die in der Vergangenheit so nachhaltig in den Naturhaushalt eingegriffen haben, wie die Energietechnologien.

Energiepolitik und Klimapolitik müssen zukünftig in einem korrelierenden, interdisziplinären Dialog stehen. 

Treibhauseffekt, Ozonloch und Klimakollaps sind alltägliche, an uns herangetragene Begriffe und schnell sind auch die Folgen zur Hand: Verschiebung von Klima- und Vegetationszonen, die Zerstörung von Böden und daraus resultierende Hungerkatastrophen, die Ausdehnung von Wüsten, verheerende Monsunregen und Taifune, sowie ein steigender Meeresspiegel mit Überflutungen der Küstenregionen.

Die Wechselwirkungen in unserem Klimasystem liegen sowohl im Austausch von Masse als auch von Impuls und Energie zwischen den einzelnen Subsystemen (Biosphäre, Atmosphäre, Kryosphäre etc.). Als Folge der Sonneneinstrahlung erwärmen sich die Erdoberfläche und die Oberflächenschichten der Ozeane, was wiederum eine Erwärmung der unteren Schicht der Atmosphäre hervorruft. Horizontale und vertikale Bewegungen in der Atmosphäre resultieren. Auslöser für die Meeresströme ist der Wind und zusammengenommen verteilen sie die Energie über die Erde: Eisflächen werden aufgeschmolzen und die Erwärmung der Erdoberfläche durch die Sonneneinstrahlung wird tangiert.

Ausgangspunkt für die Klimaproblematik ist die seit der industriellen Revolution stattfindende anthropogene Einflußnahme auf die globale Energiebilanz der Erde.



Energie ist der spürbarste und wirkungsvollste Engpaßfaktor bei der derzeitigen demographischen Entwicklung, die Armut, Hunger und stärkeren Imigrationsdruck auf die Staaten des Nordens überleitet.

Jede Art von Prozeß (physikalisch, chemisch, biologisch) setzt Energieumwandlung voraus, die wiederum nie ohne Verlust an Arbeitsfähigkeit [Exergie]  der eingesetzten Energie erfolgen kann. Weiterführung des Prozesses verlangt daher weitere Zufuhr von Energie höherer Arbeitsfähigkeit. Energieumwandlung geht einher mit einer Verringerung der Energiewertigkeit (Arbeitsfähigkeit) von einer konzentrierten Energieform in eine weniger konzentrierte Energieform [Anergie, Umweltwärme].

Der Naturverbrauch läßt sich dabei in 3 Kategorien aufteilen:

+ den Abbau nicht erneuerbarer Ressourcen zum Bsp. Kohle, Seltene Erden und Eisenerz;

+ die Nutzung erneuerbarer Ressourcen über die natürliche Wachstumsrate hinaus, beispielsweise bei Fischbestand, Grundwasser und Holzplantagen;

+ die Verursachung von Umweltschäden, wie die Zerstörung der Böden oder die Belastung der Erdatmosphäre.

 

Hierzu paßt auch folgende Meldung, die die Ausmaße unseres Umganges mit der Natur signifikant darstellen:

Die UN-Konvention gegen Wüstenbildung trat im Jahre 1996 in Kraft. Die Konvention verpflichtet die 50 Vertragsstaaten zum Einsatz gegen weitere Wüstenbildung. In den beiden vergangenen Jahrzehnten versteppten nach UN-Angaben weltweit Kulturlandschaften in der Größe der gesamten Anbaufläche der USA. Besonders besorgniserregend ist Afrika aber auch Länder der EU litten unter der Verwüstung, wie Frankreich, Griechenland, Portugal, Italien und Spanien. Anthropogene Klimaveränderungen und Übernutzung landwirtschaftlicher Böden, Abholzung, schlechte Bewässerung und zu hohe Bevölkerungszahlen sind Ursache für die Wüstenbildung. Der jährliche Schaden der Wüstenbildung wird von der UN auf 42 Mrd. US-Dollar beziffert. Von weltweit 5,2 Mrd. Hektar Ackerfläche sind bereits 70 % durch Erosion und Austrocknung geschädigt.

Die Versteppung kann unter anderem durch den Einsatz regenerativer Energien gestoppt werden - neben der Wiederaufforstung und Aufklärung der Bevölkerung.

Unser derzeitiges Energiesystem hat drei Technologiegruppen zur Umwandlung von Energie involviert: die Technologien zur Nutzung der fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas, die Kerntechnologien und die Technologien zur Nutzung der erneuerbaren Energiequellen.
 
Nachgestellt noch einige Beispiele, die die möglichen Reduktionspfade zur Senkung der CO2-Emissionen und des Energieverbrauchs aufzeigt: 

Der Maßnahmenkatalog beinhaltet u.a. die Effizienzverbesserung der Energienutzung im gesamten Energiesystem (Leckagen an Erdöl- und Erdgasleitungen), speziell in Endenergiesystemen sowie die Optimierung von Energiemanagementsystemen. Des Weiteren zeigt die Energiekaskade den Wechsel zu kohlenstoffarmen und schwefelfreien Energieträgern auf. Die Koppelproduktion und der Einsatz regenerativer Energietechnologien leisten ebenso ihren Reduktionbeitrag.

Für Industrieländer muß eine Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch apostrophiert werden. Mittel- und langfristig ist aus ökologischen Gründen nur noch ein Wirtschaftswachstum zulässig, bei dem Energieverbrauch und Umweltbelastung auch absolut zurückgeht.

Herkömmliche volkswirtschaftliche Bilanzen unterschlagen Guthaben wie pflanzliche und tierische Artenvielfalt, Sauberkeit des Grundwassers und Fruchtbarkeit der Böden. Dadurch kann ein Land bei forcierter Industrialisierung vermeintlich reicher werden, während es durch die Zerstörung lebenswichtiger Ressourcen tatsächlich verarmt.

Der Umbau des Energiesystems muß folgen aus der Ethik der Verantwortung gegenüber der Erde. Der Einstieg in ökologische Steuerreform kann nur EU-weit vollzogen werden. Produktionsfaktoren Umwelt und Energie dürfen nur schrittweise stärker belastet werden. Der Produktionsfaktor Arbeit muß entlastet werden. Dies würde endlich die unserer Produktionsweise innewohnende Dynamik aufbrechen, damit die betriebswirtschaftliche Notwendigkeit nicht dazu zwingt, in erster Linie Arbeitsplätze wegzurationalisieren, sondern Arbeitsproduktivität durch optimalen Stoffeinsatz, durch Ressourcenschonung und durch umweltverträgliches Produzieren zu ermöglichen.

Deutschlands Anteil an den energiebedingten CO2-Emissionen der Welt liegt bei 4 % und entspricht etwa gleichfalls dem Primär-Endenergieverbrauch der Welt. Damit ist aber auch belegt, daß selbst durch eine massive Vorreiterrolle der Bunderepublik keine weltweite Begrenzung dieser klimarelevanten Spurengase gelingen kann. Hier ist globales Handeln gefordert mit einheitlichen energie- sowie umweltpolitischen Rahmendaten - „conditio sine qua non“ - in den Industriestaaten wohlgemerkt.

Innovative Ingenieurleistung, kostengünstige Produktion, erfolgreiche Vertriebsorganisation und wettbewerbsfähige Finanzierung: all dies läßt sich nicht mehr im nationalen Rahmen erreichen.

Trotz allem Enthusiasmus für die regenerative Stromerzeugung darf kein Wissenschaftler und Politiker den Beitrag der fossilen Energieträger zur Energieversorgung bis zum Jahre 2050 unterschätzen. Realistisch betrachtet werden die regenerativen Energien aufgrund der hohen Kosten auf absehbare Zeit in der Welt selbst bei einer Steigerung um den Faktor 10 keinen wesentlichen Beitrag zur Stromerzeugung beisteuern.

Die größten Energiereserven bilden aber weder Erdöl noch Gas, sondern die Kohle und aller Voraussicht nach wird sie auch in Zukunft den größten Teil der Weltenergieversorgung übernehmen. In Zahlen bedeutet dies: 7 Mrd. t SKE im Jahr 2020, mehr als doppelt soviel wie heute. Hieraus ergibt sich ohne wenn und aber, daß im Zentrum einer CO2-Minderungsstrategie die Erhöhung des Wirkungsgrades von fossil befeuerten Anlagen stehen muß.

“Wir glauben, daß wir ein Gewitter erleben, in Wahrheit ändert sich das Klima.“

 Teilhard de Chardin (1882-1955)

Leben im Einklang mit der Natur ist für den homo sapiens der hochindustriealisierten Welt eine Antithese geworden. Man ist dazu übergegangen „das Leben aus der Natur [als Substanz]“ zu praktizieren.

“Unsere Intensität wird entscheiden, ob sich die Güter dieser Erde zu Gold oder zu Staub verwandeln“, merkte Friedrich Dürrenmatt treffend in einem Monolog über die Zukunft an.

Die dramatische Dynamik der Bevölkerungsprogression der Entwicklungsländer auf die im 21. Jahrhundert bereits 90 % der Weltbevölkerung entfallen, wird - wobei für die Industrieländer eine Stagnation der Population prognostiziert wird - sich fortsetzen und sich nach einer Projektion der Vereinten Nationen erneut Ende des nächsten Jahrhunderts verdoppeln und schließlich auf 11 Mrd. Menschen wachsen und immer noch keinen stationären Zustand erreichen. Die negativen Umweltauswirkungen kombiniert mit dem quantitativen und qualitativen demographischen Faktor multiplizieren und potenzieren sich (z.B. China, Indien).

Jegliche Einflußnahme auf die Energiebilanz zwischen Ein- und Ausstrahlung wird als erhöhte Rückstrahlung, Strahlungsantrieb oder Störung des „radiative forcing“ - ‘Strahlungsgleichgewicht’ - substituiert.

Das kommerzielle Weltenergiesystem beruht zu fast 90 % auf der Nutzung der fossilen Energieträger (Erdöl, Erdgas und Kohle) und der nuklearen Energieträger (Uran, Thorium). Entsprechend der heutigen Verminderung der Reserven stehen den zukünftigen Generationen weniger fossile und nukleare Energieträger zur Verfügung. Ressourcen sind dynamische Prozesse, jedoch steh= t der Vergrößerung der Reserven [Û nachgewiesene und technisch gewinnbare Ressourcen] die Verminderung durch Abbau entgegen, so daß man hier von erschöpfbaren Energiequellen spricht.

Ressourcen werden zu Reserven, wenn sich verschiedene Randbedingungen mit der Zeit ändern. So trägt der steigende Marktpreis zu einer Streckung der Reserven bei, da vorher unrentabel gewinnbare Vorräte nun in den Bereich der wirtschaftlichen Förderung übergehen. Ebenso tragen verbesserte Förder- und Transporttechnologien zu einer Extrapolation der Reserven bei. Investitionen in Prospektion und Lagerstättenaufschluß hingegen schaffen neue geologische Voraussetzungen über wirtschaftlich gewinnbare Vorräte, die zu einer Umlagerung von Ressourcen in Reserven führen.

Ein großer Teil der “Reservenvergrößerung“ in den letzten 15 Jahren  beruhte schlicht auf verbesserten technischen Möglichkeiten, wie z.B. sekundäre und tertiäre Fördertechnologien,  um die Ölmenge eines gegebenen Feldes in einem höheren Grad auszubeuten.

Die kanadischen Athabasca-Ölsandminen beispielsweise können mit dem gegenwärtigen Heißwasser-Prozess geschätzte 750.000 Barrel (120.000 m³) Rohöl pro Tag liefern. Da nach Überschreiten des globalen Ölfördermaximums die Kapazität der herkömmlichen Ölquellen zurückgeht, werden nichtkonventionelle Ölressourcen wie Ölsand künftig zunehmend zur Ölgewinnung herangezogen werden. Viele Experten bezweifeln allerdings neben den finanziellen, energetischen und ökologischen Problemen, dass durch die Förderung von Ölsanden der zu erwartende Rückgang des konventionellen Öls ausgeglichen werden kann.

Im Jahr 2002 führte die Einbeziehung des Ölsandes in die Berechnung der wirtschaftlich förderbaren Ressourcen zu einem sprunghaften Anstieg der weltweiten Erdölreserven um 17,8 % beziehungsweise 25 Milliarden Tonnen. Allerdings ist die Gewinnung aus Ölsand nicht äquivalent zur Förderung von konventionellem Erdöl und der Zuwachs daher kritisch zu betrachten.

In den letzten Jahrzehnten hat sich aus den eben genannten Gründen ein Trend abgezeichnet, der dem Abbau fossiler Reserven einen im Verhältnis größeren Zuwachs an Reserven gegenüberstellt. Da sich für die


Reichweite =    Reserven /  Jahresförderung                                                                                                          

ergibt, mußten in den letzten Jahren immer wieder die Lebensdauerprognosen der Reserven bzw. Ressourcen nach oben korrigiert werden. So haben die Schätzungen der globalen nachgewiesenen Erdölreserven für den Zeitraum zwischen den Jahren 1987 und 1990 um 11,4 % zugenommen, während die Reserven von Erdgas um 17,9 % angestiegen sind und ihren Aufwärtstrend auch weiterhin beibehalten. Für den gleichen Zeitraum wurden die weltweit nachgewiesenen Kohlenvorräte außerhalb Chinas um 6,6 % extrahiert. Unter den derzeitigen Wirtschaftsbedingungen und Technologien könnten allein die nachgewiesenen Vorräte den Erdölbedarf 40 Jahre, den Erdgasbedarf 50 Jahre und den Kohlebedarf  über 200 Jahre decken.

Dies ändert aber nichts an der Tatsache, daß die Energieträger als erschöpfbar angesehen werden müssen und ihre Nutzung gravierende ökologische  Umweltschäden zur Folge hat, die in keiner volkswirtschaftlichen Rechnung berücksichtigt werden.

Zusätzlich zu den Förderkosten der Energieträger sind Opportunitätskosten anzusetzen, die die Endlichkeit der Energieträger monetär erfassen und auch als Knappheitsrente bezeichnet wird.

Demgegenüber stehen die regenerativen (unerschöpflichen - gemessen an menschlichen Zeitmaßstäben) Energiequellen, deren Potential unerschöpflich scheint und jede nach ihrer Form des Auftretens den derzeitigen Weltenergieverbrauch übersteigt.

"Don't They kow It's Friday?"

Der Blick auf den Krisenherd Naher und Mittlerer Osten bietet ein betrübliches und diffuses Bild, das nur wenig Grund zum Optimismus zulässt.

Der Nahe und Mittlere Osten bestimmt mit seinen Krisenherden Irak, Iran, Libanon, Palästina und Afghanistan gegenwärtig die Weltnachrichten.

Welche Ursachen, Folgen und Wirkungen haben die jeweiligen Konfliktherde rund um den angeblichen Kernkonflikt Israel/Palästina? Bleibt die Region ein Pulverfass oder gibt es eine Chance auf eine langfristige Lösung? Wird es dem Libanon gelingen, seine multiethnische Gesellschaft befrieden zu können? Gibt es für den vom Bürgerkrieg erschütterten Irak eine Hoffnung auf eine demokratische Zukunft? Droht der iranischen Führung ein ähnliches Schicksal wie dem Diktator Saddam oder ist dieses Land ein Faktor für Stabilität und Frieden in dieser Region? Welche Rolle nehmen internationale Akteure wie die EU, China, GCC oder die USA bei einer kurz-, mittel- und langfristigen Lösung des regionalen Konflikts ein?

Der semantische Ansatz: Konflikte entstehen durch Mißverständnisse in der Welt und viel schlimmer durch einseitige Unterstützung von Gruppierungen, politischen Ideologien und Interessenverbänden. Unzählige Beispiele sind hier zu nennen...

Die USA stecken in der Sackgasse einer verfehlten außenpolitischen Konzeption (einzig verbliebene Supermacht/unipolare Welt), einer verkehrten Strategie (Krieg gegen den Terror) und laufen Gefahr, den Karren in einzelnen Fragen wie der Iranpolitik oder mit der Absicht einer linearen Osterweiterung der NATO zielstrebig an die Wand zu fahren.

Mit den Terroranschlägen in New York und dem darausresultierendem "Krieg gegen den Terror" sollte ein Weg gefunden werden, um die globalisierte Welt aus der unübersichtlichen Situation herauszuführen und endlich Ordnung zu schaffen.  Doch diese Überlegungen führten strategisch in die Sackgasse und erst richtig in den Schlamassel.

Die außenpolitischen Konsequenzen des Sturzes der Monarchien in Ägypten 1952, im Irak 1958 und im Iran 1979 liegen  auf der Hand. Externer Einfluss verändert die Innenpolitik, diese reagiert zunächst ambivalent, radikalisiert Teilgruppen, da kein Raum für demokratische Interessenartikulation zugelassen ist, und führt schließlich den Sturz des Herrschers mitsamt einem Außenpolitikwechsel herbei.


China - ökonomischer globaler Player, Super-Power, Menschenrechte, Umweltzertstörung


China gehört zu den ältesten Zivilisationen und Hochkulturen der Welt. Schriftliche Aufzeichnungen reichen über 3500 Jahre zurück. Heute ist es mit 1,3 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste Land der Erde und schickt sich an, politisch wie ökonomisch eine Weltmacht zu werden. Es ist ein Land der Gegensätze: Kommunistisch regiert, aber geprägt durch einen hemmungslosen Kapitalismus, den die Partei als „sozialistische Marktwirtschaft" bezeichnet; Millionäre und eine wohlhabende Mittelschicht in den Städten, aber bittere Armut auf dem Land; reich an Naturschönheiten, aber gekennzeichnet von Umweltzerstörung.

Da sind die schneebedeckten Gebirgsketten des Himalajas, wunderschön geschwungene Flusslandschaften, endlose Reisfelder und uralte Tempelanlagen zu bestaunen. Im krassen Gegensatz zu den Landschaften, auf denen kaum Menschen und ihre Behausungen zu sehen sind, stehen die riesigen Städte, die sich in alle Richtungen auszudehnen scheinen und deren Namen, abgesehen von Shanghai und Peking, so mancher Europäer noch nie gehört haben wird. Hier liegt die Zukunft des bevölkerungsreichsten Staates der Erde, hierher macht sich die Landbevölkerung auf, um am wirtschaftlichen Aufschwung teilzuhaben. Es bildet ein Land ab, das von den Gegensätzen zwischen Stadt und Land geprägt ist. Auf der einen Seite die Natur, scheinbar unberührt oder als Ackerland genutzt, auf der anderen Seite futuristisch wirkende Städte.


Immer weiter klafft der Abstand zwischen Arm und Reich. Noch immer leben Millionen Chinesen in Armut. Die Umweltzerstörung schreitet als Folge jenes ungebremsten Wachstums voran, das auch die Korruption in der Partei befeuert. Ob sich solche gesellschaftliche Probleme dauerhaft ohne politische Öffnung, ohne unabhängige Kontrollinstanzen lösen lassen, wird über deren Zukunft entscheiden.


Mother Earth

Müll - Littering

Was bedeutet Littering?

Littering ist das achtlose Wegwerfen und Liegenlassen von Abfall, vorzugsweise auf öffentlichem Grund, d.h. insbesondere Strassen, Plätze und Parks.

Was kostet das Littering?

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) beziffert die Kosten in der Schweiz auf ca. 200 Mio. Franken.



Die Natur hat uns Menschen soviel an Evolution, Schönheit, Wunder, Harmonie, Farbenpracht, Vielfalt, Gegensätze gegeben, um nur einige herausragenden Merkmale herauszustellen. Der Mensch kopiert immer wieder die Natur mit der Bionik, um überhaupt sich so der Schöpfung anzunähern.

Der homo sapiens beutet die Erde aus, vergewaltigt Landschaften, schafft Megapolis und glaubt er kann die Natur bändigen und einfangen.




Unsere Wohlstandsgesellschaft sucht immer neue Herausforderungen und Nachhaltigkeit bzw. Sustainability verkümmert immer mehr zu einem Feigenblatt oder Schlagwort - ohne tasächlich Vorkehrungen zu treffen für nächste Generationen. es wwir immer mehr konsumiert, denn Konsum mutiert immer mehr zu einem Indikator für ein hochentwickeltes Land. Exemplarisch kann hier die Anzahl der  Mobil- und Smartphones im Verhätnis zur Bevölkerung genannt werden, dass suggerieren soll man gehört zu einer aufstrebenden Volkswirtschaft. Dies ist aber eher ein Ausdruck von Enfremdung und Desozialisierung. Das gleiche gilt für Verpackungen und Wegwerfartikel. Es scheint ein Ausdruck von Wohlstand zu sein, wenn Lebensmittel mehrfach verpackt sind - Hülle um Hülle, was nichts mehr mit Hygieneschutz zu tuen hat.



Der mündige Erdenbewohner verteilt darüberhinaus seinen gesamten Wohlstandsmüll in der Landschaft - sei es aus Mangel an Respekt vor der Schöpfung, aus Bequemlichkeit und Ignoranz oder aus Defiziten in der Erziehung.




Hierfür hat der "kreative" Erdenbürger sogar ein Schlagwort gefunden: Littering. Man stellt es sogar unter Strafe - meist Geldbussen - und glaubt so korrektiv einzugreifen. Wir schaffen es sogar unsere eigenen Nutztiere mit dem Müll umzubringen indem der Müll zurück in die Nahrungskette der Weidetiere gelangt.